Archive für April 2005

Zurück in der Heimat und in der Realität!

Hallo zusammen, da bin ich wieder - zurück in der Heimat und in der Realität! 

Am Dienstagmorgen hätte ich glatt noch Bäume ausreißen können, aber nach der 3. Chemo hat dann mein Körper auch halbwegs gestreikt. Zum Glück hält sich auch diesmal die Übelkeit weitestgehend zurück, aber ich bin ziemlich k.o. und muss mich immer wieder mal ausruhen. Das Unerträglichste allerdings ist, dass meine Ma inzwischen auch schon ihre siebte Woche im Krankenhaus antritt, weil sie eine Bauch-OP benötigte. Ihr wurde einer neuer Magenausgang verlegt, der aber nur sehr zurückhaltend seine Arbeit aufnehmen will. Außerdem wurde sie für diese OP auf die chirurgische Abteilung eines anderen Krankenhauses verlegt, auf welcher man anscheinend die eigenen, im Internet veröffentlichten Leitlinien offenbar nicht kennt, geschweige denn anwendet. 

Zitat (http://www.prosper-hospital.de/typo3cms/projekt1/index.php?id=167): Leitsatz I

„Im Mittelpunkt unseres Tuns steht der Patient als
einmaliges Geschöpf Gottes mit der ihm eigenen
unantastbaren Würde. Wir sind ein Ort der christlichen
Nächstenliebe, an dem die christliche Botschaft
und der christliche Glaube aktiv praktiziert
werden, ohne jedoch dabei einen konfessionellen
Zwang auszuüben. Daran wollen wir unser tägliches
Handeln orientieren und die Patienten in ihrer
persönlichen Situation besonders behandeln.“ 

Das was sich dort abgespielt hat, kann mit den Anmerkungen in dem Thread zu den unglaublichen Aussagen des Chirurgen locker mithalten.

Ich werde hier in FFM fast wahnsinnig, weil ich fast nichts machen kann!

Eine Woche im Büro

Ich sitze gerade tatsächlich den zweiten Tag in meinem Büro und ganz entgegen meiner früheren Gewohnheiten werde ich gleich schon wieder nach Hause gehen, also ca. 4-5 Stunden früher als sonst. :-) Am Montag hab’ ich es doch noch nicht gepackt, weil der erste Schritt zurück in die “alte Welt” schwieriger war als ich dachte. Aber gestern haben sich alle riesig gefreut. Am Sonntag geht es dann für eine Woche in den Urlaub - Palmen, Strand und … Schatten … ! ;-) Und bevor das soweit ist, habe ich gleich noch meine Shiatsu-Massage, auf die ich auch schon sehr gespannt bin. Das Leben geht weiter und hat noch immer sehr schöne Seiten.

Nachtrag: Damals wusste ich noch nicht, dass nachts unser Chef im Urlaub an Herzversagen stirbt! Dieses Ereignis hat mich ziemlich umgehauen, da ich regelmäßig mit ihm zu tun hatte und es eine offenbar nicht verheilte Wunde nach dem plötzlichen Herztod meines damals 59-jährigen Vaters im Dezember 1992 wieder aufriss. Nicht zuletzt deshalb blieb dies meine einzige Woche im Büro während des Haupteils meiner Therapie. 

“Plötzlich und völlig unerwartet verstarb Mittwochnacht (6. April 2005) der 47-jährige Konrad F. Reiss, im Telekom-Vorstand zuständig für das strategische Geschäftsfeld Geschäftskunden und CEO von T-Systems.”
Quelle:
http://www.golem.de/0504/37368.html

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