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Etappen-Bericht II meiner persönlich Tour de France
Liebe Forumsbesucher, nach meiner gestrigen Chemo wollte ich mich mit einem kurzen Statusbericht melden. Hierzustelle ich einfach mal meine E-Mail an Kollegen und Freunde ein, die ich heute versandt habe (Etappen-Bericht II meiner persönlich Tour de France):
“Hallo zusammen,
zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die treuen wöchentlichen Blumengrüße und all die lieben Wünsche und Karten bedanken, die ich regelmäßig erhalte!!! Es tut sehr gut zu wissen, dass so viele liebe Menschen hinter mir stehen! Ich denke, im Gegenzug ist es mal wieder an der Zeit für einen kurzen Etappen-Bericht:Mit meiner gestrigen 4. EC-Chemo habe ich nun für diesen Therapie-Teil das Bergfest feiern können. Am 31.05. geht es dann mit der ersten von vier Taxotere-Chemos weiter, welche wohl völlig andere Nebenwirkungen erwarten lässt. Die letzte Strecke war vor allem wegen des sehr kritischen Gesundheitszustands meiner Mutter äußerst steil und steinig. Aber insoweit kann ich mit meinen drei Schwestern auch familiär Gott sei Dank auf ein tolles Team vertrauen. Für ein wenig Rückenwind sorgte dann wiederum zwischenzeitlich eine Meldung aus den USA bzgl. der positiven Ergebnisse zweier klinischer Studien zum adjuvanten Einsatz des Anikörpers Herceptin (http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1140, http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=19932), welchen ich dank meiner kulanten Krankenversicherung trotz mangelnder Zulassung und Kosten iHv. ca. 70 T€ im Anschluss an meine Chemo-Therapie im sog. Off-Label-Use erhalten werde. Die Nebenwirkungen meiner Therapie halten sich bislang Dank einer intensiven biologischen Begleittherapie mit Milzpeptiden, Mikronährstoffen und Enzymen in Grenzen. Ich bin zuversichtlich, dass dies auch weiterhin so bleibt. Trotz all der Unwägbarkeiten und Begleitumstände versuche ich natürlich mein großes Ziel – wieder Gesund zu werden - niemals aus den Augen zu lassen. Schließlich möchte ich doch am Ende den Champs Elysees und den L’Arc de Triomphe als strahlende Siegerin passieren.”
Die letzten zwei Wochen waren sehr hart, da das Leben meiner Mutter zwischenzeitlich am seidenen Faden hing und meine Schwestern und ich abwechselnd Nachtwachen an ihrem Krankenbett auf der Intensivstation geschoben haben. Sie erholt sich nun sehr, sehr langsam von den drei Bauch-OPs in den letzten vier Wochen. Da fällt es einem wahrlich nicht leicht, sich auf sich und seine Therapie zu konzentrieren.
Ich hoffe, dass es euch momentan besser geht als mir!