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Pathologischer Calcitoninwert
Hallo ihr lieben Mitstreiterinnen,
erst nochmals tausend Dank für Eure lieben Worte - auch wenn diese in dem Trubel vor der vorübergehenden Schließung des KK-Forums fast untergegangen wären! Nachdem der Schilddrüsenspezialist in Mainz mir erklärt hat, dass ich der absolute Ausnahme- und Einzelfall (hoher Calcitoninwert bei Hashimoto, BK, Chemo, Zoladex und Herceptin) in seiner Praxis sei, hat er mit Prof. Raue aus Heidelberg denjenigen Spezialisten zu Rate gezogen, der die wesentlichen Studien zu diesem Marker geleitet hat und ein bundesweites Register aller C-Zell-Turmorpatienten führt. Dieser kam zu dem Schluss, dass mein Messwert pathologisch sei und bei dieser Höhe durch keinen der o.g. Aspekte wesentlich beeinflusst sein könne. FAZIT: Die Schilddrüse muss raus!
Mein behandelnder Onkologe und der Schilddrüsenspezialist hatten sich zwar dann darauf verständigt, dass ich erst einmal schön brav meine BK-Therapie mit den Bestrahlungen fortsetzen solle, aber ich habe mich anders entschieden. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich keinesfalls solange mit der OP warten soll. Auch der Gedanke, mich mit der frisch bestahlten Brust und der wahrscheilnlich entsprechend empfindlichen Haut in den OP zu begeben, lässt mich zurückschrecken. Nun werde ich am 07.09.2005 meine Schilddrüse opfern. Wenn alles glatt geht, komme ich dienstags ins KH und kann schon am Freitag/Samstag wieder raus.
Fügung nenne ich die Tatsache, dass mir als Chirurg für diesen Eingriff just der Professor in Essen empfohlen wurde, bei dem wir auch Hilfe für unsere Mutter gesucht hatten. Ein sehr menschlicher und engagierter Vertreter seiner Zunft. Am 12.09.2005 steht dann schon mein Termin zur Simulation in der Strahlenklinik der Uni FFM an. Danach kommen 31 Betsrahlungen à 1,8 Gy bis Ende Oktober. Jetzt bleibt mir nur noch, mich bis zur OP körperlich wieder möglichst fit zu machen und zu hoffen, dass der pathlogische Befund gut ausfällt. Ich bleibe jedenfalls optimistisch!