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Eine unschöne Erbschaft?

Dieser Eintrag stammt von Breast Cancer Survivor Am 23.8.2005 @ 19:54 In Uncategorized | Keine Kommentare

Heute war ich mit meinen drei Schwestern in einem der Zentren für familiären Brust- und Eierstockkrebs ([1] http://www.krebshilfe.de/brustkrebszentren.html). Meine Mutter hatte sich bis zum Schluss große Sorgen gemacht, dass sie diese Erkrankung an mich und vielleicht auch meine Schwestern weitergegeben haben könnte. “Kümmert euch darum und bitte, geht regelmäßig zur Vorsorge!” lautete ihr Appell an uns vier.

So machten wir uns aus verschiedenen Richtungen auf den Weg nach Köln, um uns beraten zu lassen, ob es sich tatsächlich um eine unschöne Erbschaft handeln könnte, die innerhalb unserer Familie weitergereicht wird. Bewaffnet mit sämtlichen Dokumenten, sprich einem Familienstammbaum, meinen Befunden sowie denen meiner Mutter und einer Cousine traten wir an. Der älteste Bruder unserer Mutter hatte vor gar nicht allzu langer Zeit bei seinen Recherchen zur Familienhistorie mehr oder weniger zufällig herausgefunden, dass Tante Anna, eine Schwester meines Opas, mit knapp 50 Jahren an Brustkrebs verstorben war.

Heute Abend bin ich mehr nicht mehr so ganz sicher, ob es wirklich eine gute Idee war, nach Köln zu fahren. Wir wurden zwar freundlichst empfangen und auch intensiv beraten. Tausende von Informationen, vor allem Fachbegriffe sprudelten auf uns hinab. Was bei mir hängen geblieben ist, war eigentlich nur Folgendes: Ich wäre die Indexpatientin, d.h. ohne meine Blutprobe können sich meine Geschwister nicht testen lassen. Ich kann zwar auf die Mitteilung des Testergebnisses verzichten, aber sollte sich eine meiner Schwestern testen lassen und positiv sein, würde ich es doch garantiert irgendwann hinten herum erfahren. Dann wurden wir noch x-fach darauf hingewiesen, dass wir mit einem postiven Testergebnis auch selbst äußerst vertraulich umgehen, und vor einem Test alle Versicherungen abgeschlossen haben sollten, die uns wichtig wären.

Der Knaller aber kam für mich, als mir die Professorin auf den Kopf zu sagte, dass sie in meinem Fall gar keinen Test bräuchte, um zu sagen, dass ich eine Hochrisikopatientin wäre. Und im weiteren Verlauf des Gesprächs bekam ich dann noch ein weiteres Päckchen für den Heimweg mit: “Ja, ja diesesmal war der Tumor hormonunabhängig. Beim nächsten Mal sieht das garantiert anders aus.” Na toll, für die steht also schon fest, dass ich noch einmal dran sein werde …. fragt sich nur wann!?!

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Freundlicherweise hat man uns aber auch angeboten, in das intensivierte Früherkennungsprogramm aufgenommen zu werden. D.h. ich würde 2-mal jährlich eine Mammo und Sono und einmal jährlich ein MRT bekommen. Mit der Früherkennung bzgl. der Eierstöcke sei es allerdings nicht so weit her. Da wäre es schon besser, sie sich am besten gleich ab 40 herausschneiden zu lassen.

Nur gut, dass meine Mama das alles gar nicht mehr live erleben muss!


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