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5 Jahre „Erste-Bratpfanne“
Heute sind 5 Jahre seit meiner Brustkrebsdiagnose vergangen. Aber was heißt das schon für jemanden in meiner Situation? Soll ich mich jetzt freuen? Worüber? Darüber, dass ich der Prognose meines Onkologen entspreche und zu den 85% der 5-Jahres-Überlebensrate mit vergleichbarem Staging gehöre?
Das sollte ich doch vielleicht tun, denn zu Beginn meiner Therapien war ich schließlich noch der festen Überzeugung, dass sich ja auch jemand für die anderen 15% zur Verfügung stellen müsste und dies dann wohl unter anderem meine Person wäre. Gott sei Dank konnte ich mich dank der Simonton Methode, insbesondere der Glaubenshaltungsarbeit (kognitive Umstrukturierung), nicht nur von dieser zweifelhaften und ungesunden Überzeugung trennen!
In jedem Fall hadere ich auch heute keinesfalls mit meiner Diagnose, nein, sie war der Beginn eines rasanten persönlichen Entwicklungsprozesses, dem ich mich die Jahre zuvor verweigert hatte. Zu behaupten, dass die Diagnose mein größtes Glück gewesen sei, wäre mehr als vermessen. Aber ich weiß auch, dass es solch drastischer Ereignisse und auch gleich mehrerer dieser Art bedurfte, um mich innehalten und meine Richtung ändern zu lassen. Wie lautet noch gleich eine Redensart - “Kleine Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen”? Ich hatte eher nicht den Eindruck, dass es kleine Schläge waren, die mich im Jahr 2005 trafen, sondern richtig große und zwar mit einer riesigen Bratpfanne!
Also, gibt es heute etwas zu feiern? Nein, aber ich nenne es mal meinen
5. „Erste-Bratpfanne-Gedächtnistag“
und wünsche mir, dass ich eines Tages wirklich ein Jubiläum feiern kann, nämlich den 50.!!!