Archive für 26.4.2011

Unter dem Damoklesschwert?

So lautete der Untertitel der Informationsveranstaltung zum genetischen Brustkrebs des UBZE (Brustzentrum, Universitätsfrauenklinik Essen) im Westdeutschen Tumorzentrum am 13. April 2011, die eigentlich meine Schwester initiiert hat.

Als ich den Veranstaltungsflyer in den Händen hielt, wurde mir klar, dass ich meinen ursprünglich geplanten Vortrag so nicht würde halten können und auch nicht wollen. Es war ein beeindruckendes und zugleich bedrückendes Gefühl dieses Programm zu lesen. Es wurde kein medizinisches Thema ausgelassen und die Referentenliste konnte sich mehr als sehen lassen. Das Programm war prall gefüllt, doch hatten alle Beiträge ausschließlich die körperlichen Aspekte im Fokus! Ich hatte das Bedürfnis, hierzu einen Gegenpol zu schaffen, der den Betroffenen aus der Seele spricht und ihr wichtiges medizinisches Unterstützungsteam innehalten und nachdenken lässt. Und so eröffnete ich meinen Vortrag mit der Frage:

Wo bleibt der Mensch als Ganzes?

Ich bestehe doch aus weit mehr als aus Brustdrüsengewebe, Brustwarzen, Eierstöcken, Eileitern und meinen Genen, oder!?

Wo bleibt meine Seele?

Steht man als sog. Hochrisikopatient(in) für Brust- und Eierstockkrebs tatsächlich unter dem Damoklesschwert, wie es der Veranstaltungstitel suggeriert? Auch diesen Punkt konnte ich nicht unkommentiert lassen. Und so bat ich meine Schwester während ihrer Reha um Unterstützung. Denn schließlich ist es ihr Metier, ungesunde Vorstellungen und Überzeugungen in gesundheitsförderliche zu verändern.

Brustkrebs genetisch - unter dem Damoklesschwert?

Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Ich hoffe, dass wir noch viele Gelegenheiten bekommen werden, uns in dieser Form zu engagieren, und dass wir das noch viele Jahre gemeinsam tun werden! Danke, Ike!

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